Austauschjahr - was ist das?


Toleranz und Verständnis lernen und erleben, Vorurteile abbauen, fremde Länder und Sitten kennen lernen, soziale Kompetenz im Zusammenleben mit unbekannten Menschen üben und die fremde Sprache erlernen und vertiefen - dazu eignet sich besonders ein Austauschjahr.

Es gibt einige Institutionen, die so ein Jahr anbieten und organisieren. Es ist gedacht für junge Menschen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren, junge Menschen, die bereit sind offen auf andere zu zugehen, junge Menschen, die sich darauf einlassen können in einem fremden Land (oder auch einer anderen Region im eigenen Land) in einer Gastfamilie zu leben und dort auch die Schule zu besuchen.

Es ist nicht so ungewöhnlich - aber leider auch noch nicht Alltag.
Solche Schüleraustauschjahre sollten noch mehr gefördert werden. Sie sind eine gute Grundlage für einen verständnisvolleren Umgang mit anderen Menschen. Und damit langfristig ein Garant für eine friedlichere Welt.

Für jeden einzelnen Schüler/Schülerin gibt es dazu ganz persönliche Vorteile.
Die eigene Persönlichkeit wird gestärkt, das Selbstbewusstsein und die Kritikfähigkeit in einer gleichberechtigten Gemeinschaft werden gefördert.
Es ist sicher nicht einfach für die jungen Menschen einmal ein ganzes Jahr die gewohnte Umgebung und die gewohnte Umsorgung des Elternhauses zu verlassen. Oftmals ist die Realität auch ein bisschen anders, als man es sich vorgestellt hat.
Vielleicht möchte man in eine große Stadt und kommt in ein kleines Dorf - oder umgekehrt.
Vielleicht lässt die Gastfamilie das ein oder andere gewohnte Privileg nicht zu.

Aber eines zeigen uns die Erfahrungsberichte - selbst nach schwierigen Anfangsphasen sind alle am Ende doch sehr froh dieses Jahr gemacht zu haben.
Man kommt als anderer Mensch wieder zurück und vieles, was selbstverständlich war, wird mit anderen Augen gesehen. Vieles was als unverständlich oder unnütz angesehen wurde hat auf einmal einen anderen Sinn.
Es ist sehr bereichernd für das eigene Leben andere Kulturen zu erleben, die Träume und Wünsche anderer Menschen kennen zu lernen, mit ihnen zu lachen und auch mal zu streiten.
Und das alles gerade in einem Alter, in dem jeder von uns noch sehr aufnahmebereit ist - es lohnt sich!

Organisiert wird das ganze meist in Gruppen von Schülern und Schülerinnen, die in Begleitung eines Lehrers eine Partnerschule in einem anderen Land besuchen. Die Unterbringung findet in Gastfamilien statt. In der Regel ist es die Gastfamilie, deren Kinder man bei einem Gegenbesuch in der eigenen Familie aufnimmt.

Auch wenn das ganze Austauschjahr heißt, muss es nicht unbedingt auch ein ganzes Jahr sein.
Es ist ein zeitlich begrenzter Aufenthalt und kann auch nur 1 Woche oder 3 Monate dauern.
Um das fremde Land und die andere Kultur jedoch intensiv zu erleben, empfiehlt sich schon ein Aufenthalt von einem ganzen Jahr.

Diese langfristigen Aufenthalte - eben das Austauschjahr - werden dann auch nicht mehr in geschlossenen Gruppen mit Lehrerbegleitung durchgeführt, sondern der Schüler/die Schülerin fahren allein und leben ein Jahr lang als zusätzliches Familienmitglied in einer Gastfamilie.

Es gibt wie schon gesagt einige Institutionen, die solche Austauschjahre organisieren.
Der Weg ist: man sucht sich eine dieser Organisationen aus, bewirbt sich mit den erforderlichen Unterlagen - Grundvoraussetzung ist das Alter zwischen 15 und Jahren und ein gewisser Notendurchschnitt (meist 3,5).
Dann bekommt man eine Zusage (oder auch eine Absage oder man steht auf einer Warteliste).

Es gibt Vorbereitungsseminare mit und ohne Eltern. Schließlich kann man nicht unvorbereitet ein solches Projekt angehen.
Im Gastland gibt es einen festen Ansprechpartner der jeweiligen Organisation. Dieser ist für das ganze Jahr für die Schüler und Schülerinnen erreichbar. Es gibt auch über den Zeitraum verteilt Treffen zum Erfahrungsaustausch unter allen, die auch mit dieser Organisation in das gleiche Land gefahren sind.
Und ist man wieder zu Hause, so werden auch hier noch Nachbereitungstreffen veranstaltet.

Die Unkenntnis der Sprache des Gastlandes sollte nicht dazu führen, sich nicht zu bewerben. Ist doch einer der Gründe eine fremde, beispielseise die italienische Sprache zu erlernen. Und das geht nun einmal am besten, wenn man dort lebt.

Es entstehen auch Kosten.
Meist bieten die Veranstalter Pauschalpreise an.
Hierin enthalten sind dann die Reisekosten, Versicherungskosten, die Kosten für die Vorbereitungs- und Nachbereitungsveranstaltungen, Unterbringung in der Gastfamilie, falls Schulgeld anfällt ist auch das mit berücksichtigt und natürlich die Betreuungskosten durch einen Mentor im Gastland.

Taschengeld, evtl. Kosten für einen Sprachkurs zusätzlich und die Anschaffung einer Schuluniform (wo nötig), Kosten für evtl. Impfungen und die Reisekosten zu Seminaren innerhalb Deutschlands kommen noch zusätzlich.

Aber auch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen.
Es gibt Finanzierungshilfen und auch für ein Austauschjahr kann man Bafög beantragen.

Hier findet Ihr Informationen konkret über ein Austauschjahr in Italien

Nachfolgend listen wir ein paar interessante Links auf, unter denen man sich rundum informieren kann - von der Bewerbung über Finanzierung bis hin zu Erfahrungsberichten.

Bleibt nur noch viel Spaß und viele neue Eindrücke zu wünschen!

http://austauschjahr.de/
http://www.schueleraustausch-international.de/austauschjahr.php
http://www.austauschjahr.org/
http://www.ausgetauscht.de/austauschjahr.htm
http://www.studium-ratgeber.de/austauschjahr.php
http://www.austauschschueler.de/phpBB/index.php
http://www.schueleraustausch-info.com/...school-gebuehren/
http://www.handbuchfernweh.de/infos/schueleraustauschkosten.html

Die Links haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind in keiner Weise gewertet.

 



 

 











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